Sonntag 17. Dezember 2017

Inhalt:

Petrik Regina 05.04 2010
Die Katholische Aktion als starke Stimme der Laien in der Kirche ist für mich wichtig, weil sich Kirche als pilgerndes Volk Gottes nur dann wirklich bewegen kann, wenn es einen echten Dialog unter allen, die in dieser Gemeinschaft aus dem Glauben heraus leben wollen, gibt; einen Dialog, in dem gleichwertige PartnerInnen sich in Augenhöhe aufeinander einlassen und für Veränderungen offen sind. Um das möglich zu machen, wird eine breite Unterstützung aller nötig sein, die Kirche im Sinne des II. Vat. Konzils in einer sich verändernden Welt gestalten und leben wollen.
Weber Paul 04.04 2010
Mein Engagement in der Kirche hat sich im Laufe der Jahre verändert, weil sich der Mensch im Leben verändert, weil sich die Lebenssituation verändert, weil sich die Menschen in der Kirche verändern. Das Engagement bleibt jedoch. Die Kirche vergleiche ich momentan mit einem Schiff. Ein Schiff mit einem großem Leck, das unterzugehen droht. So wie der Apostel Paulus öfters Schiffbruch erleiden musste, so scheitert auch diese Kirche, weil sie aus Menschen besteht. Menschen machen Fehler, manche machen kleine Fehler, manche eben große Fehler und in den Jahren danach sieht man was Fehler eben angerichtet haben. Manche Erlebnisse brennen sich auf die Seele ein.
Einem Grundprinzip bin ich immer treu geblieben. Egal ob Kinder- Jugendleiter/in, ob Mesner/in, Kantor/in, Pfarrgemeinderat/rätin, Pfarrer, Priester, Bischof, Kardinal oder auch Papst, Gläubige oder Ungläubige.... alle sind Menschen, die ausnahmslos fehlerhaft sind. "Der Mensch ist ein Mängelwesen.. (N.Gehlen), und deswegen ist auf fehlerhaftes Verhalten SOFORT zu reagieren, nicht abwarten, nicht abdecken oder gar unter die Decke kehren. Was passiert, wenn in der Küche der Dreck unter den Teppich gekehrt wird? Genau: Es beginnt zu stinken!
Direkte Ansprache auf Fehler müsste zu einer Korrektur führen, und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann ein weiteres Mal und sofort (7 x 70mal steht in der Bibel)
Wenn kirchliche Autoritäten Menschen missbrauchen, müssen radikale disziplinäre Maßnahmen gesetzt werden. Das Leben in der Kirche baut in erster Linie auf Vertrauen auf. Die Voraussetzung für das Wachsen des Glaubens ist eben Vertrauen. Und deswegen ist es wichtig, Menschen zu finden, die ein neues Schiff bauen. Robuster, stabiler, weniger störanfällig, mit verschiedenen Antrieben, vorbereitet auf große Stürme und sicher im Anlegen auf den Hafen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Schaufeln wir uns nicht ein eigenens Grab sondern richten wir unseren Blick auf das leere Grab.
Matzinger Anni 03.04 2010
Die Kirche ist für mich zu einem Platz der Ruhe geworden und eine Heimat. Hier erlebe ich Gemeinschaft und die liebevolle Zuwendung Gottes durch Menschen, die mich spüren lassen, dass ich so angenommen bin mit allen meinen Ecken und Kanten. Mein Glaube hat mir schon in vielen schweren Situationen geholfen sie auszuhalten und zu bewältigen. Ich wurde von Gott mit einigen Gaben beschenkt, die ich in der Kirche einbringen darf und dafür bin ich sehr dankbar. Ich denke die derzeitige Situation ist für mich kein Grund zu resignieren, sondern eine große Herausforderung für einen Neubeginn im Vertrauen auf Gott hin.
Wurm Josef 02.04 2010
Die Kirche ist wichtig, weil ich mich in ihr beheimatet fühle, vor allem in unserer Pfarrgemeinde vor Ort.
Wir hatten sehr gute Seelsorger, die uns den liebenden Gott näher brachten, so konnten wir echte Gemeinschaft erleben. Die Frage ist immer, wie gehen wir miteinander um, sind wir auch barmherzig. Die Missbrauchsfälle müssen aufgeklärt werden, aber es fällt mir der Satz ein, wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein, ...
Dass jetzt soviel ans Tageslicht kommt, ist ein Fressen für die Medien. Ich wünsche mir von den Medien, dass sie auch das viele Positive der Kirchen berichten. Ich wünsche mir eine Zukunft von Kirche, in der mehr auf die Laien gehört wird und wo die Bischöfe mehr auf die Mitglieder hören und die Sorgen und Anliegen selbstbewußt und massiv in Rom vorbringen.
Bitte keine Angst vor Veränderungen. Vielleicht ist das jetzt eine große Chance für Neues.
de Simony Mag. Pia 02.04 2010
Ich will der katholischen Kirche - gerade jetzt, in den äußersten Schwierigkeiten, in denen sie sich befindet - nicht den Rücken kehren. So wie man die eigenen Kinder in der Not nicht fallen lässt, stehe ich auch in turbulenten Zeiten zu meiner Kirche. Selbst wenn ich erschüttert bin über die gravierenden Vorgänge, die erst in letzter Zeit ans Tageslicht gekommen sind. Doch ich hatte, als Internatskind (war selber in den 60er/70er Jahren 12 Jahre lang in 4 verschiedenen Klosterschulen) gottlob faire Erzieher, die mir nie zu nahe gekommen sind. Die meisten von ihnen haben mir Halt, Orientierung und ein geistig solides Wertefundament fürs Leben vermittelt, das mich heute noch trägt. Und: ich stehe zur Kirche - allen Widerständen zum Trotz - weil sie grundsätzlich auf Nächstenliebe und Barmherzigkeit fußt. Die Chance eines Neubeginns ist möglich – nach einem notwendigen Weg der Läuterung…
KAVÖ Gesamtvorstand Kath. Akademiker/innenverband 02.04 2010
Missbrauch: Bedauern ist zu wenig
Einstellungen zu Autorität und Sexualität müssen sich ändern

Öffentliche Stellungnahme des KAVÖ-Gesamtvorstands am 20. März 2010

Unsere Kirche darf sich in der gegenwärtigen Situation nicht damit begnügen, die Verfehlungen zu bedauern, zu verurteilen, und strengere Maßnahmen für die Zukunft anzuordnen, sondern sie sollte sich mutig den Ursachen stellen. Dazu zählen die rigorosen kirchlichen Einstellungen zum Priesteramt (nur für Unverheiratete, nur für Männer), zu Autorität und Gehorsam (eine strikte Hierarchie ohne Mitspracherechte der Betroffenen) und zur Sexualität (mit extremer Strenge bei Abweichungen: Ehescheidung, Homosexualität, voreheliche Beziehungen, Empfängnisverhütung).

Als Voraussetzung für ein Umdenken muss Schluss gemacht werden mit der Taktik des Vertuschens und Wegschauens (viele Priester leben längst mit einer Partnerin) und mit der völligen Unverhältnismäßigkeit kirchlicher Sanktionen gegen Laien in Ehefragen und gegen Kleriker bei sexuellem Missbrauch.

Die Erforschung der Ursachen für diese Übelstände kann nur durch Einbeziehung von Fachleuten (aus Medizin, Tiefenpsychologie, Sozialpsychologie, Theologie etc.) glaubwürdig geschehen. Hier muss die Kirchenleitung zeigen, dass sie engagierten und kompetenten Christinnen und Christen zutraut, auf dem Weg aus der Katastrophe behilflich zu sein.

Salzburg, am 20. März 2010

Rückfragehinweis:
Katholischer Akademiker/Innenverband Österreichs
Währinger Str. 2-4
1090 Wien
MMag. Lisa Simmel, Generalsekretärin
Tel. 0699/11 05 17 68
e-mail: l.simmel@edw.or.at
Obergruber Anton 02.04 2010
Ich persönlich halte die Kirche gerade in Zeiten wie diesen für enorm wichtig! Wenn man z.B. 160 Jahre zurückblickt, so war das die Zeit der beginnenden Industrialisierung. Menschen hatten vor allem materiellen und finanziellen Notstand, waren teilweise noch in der Leibeigenschaft und hatten nur wenig Chance auf ein "sorgen- und gewaltfreies" Leben.
Jetzt, im Jahr 2010, sehe ich hier bei uns in Europa eine andere Art von "Not"! Nämlich einen "emotionalen Notstand". Finanziell und materill geht es uns im Wesentlichen sehr gut, auch inmitten der Krise. Ich gehe einen Schritt weiter und meine, unsere Gesellschaft ist teilweise übersättigt und "überdreht". Wir sehen z.B. immer größer werdende Autos und haben in den Medien fast täglich das Thema von weggeworfenen Lebensmitteln! Ich beobachte unter den Menschen immer mehr Hektik, Aggressivität und Nervosität, aber eine kleiner werdende Bereitschaft für ein "Miteinander". Man sehe sich nur im Fernsehen die unzähligen Game-Shows an, die für mich jegliche Wertewelt zerstören. "Burnout" ist leider ein Modewort geworden.
Und so kommt für mich gerade in dieser Zeit wieder die Kirche bzw. die Glaubensgemeinschaft in's Spiel, die für mich ein Ort der Ruhe und Beruhigung, der Einkehr und Zufriedenheit sein kann.
Ich möchte nochmals betonen, dass ich die Rolle der röm. kath. Kirche für äußerst wichtig halte, hoffe, dass die Kirche ihre Rolle und Chance in Zeiten wie diesen erkennt und nützt und hoffe auch, dass viele Gläubige der Kirche wieder mehr Vertrauen schenken!
König Hilde 02.04 2010
Glaube ist für mich wichtig, weil es micht trägt zu wissen, dass ich ein kleines "Rad" im Weltgeschehen bin und wir Menschen nicht alle Macht besitzen und auch nicht alles beeinflussen können und müssen.
Glauben dürfen ist für mich so etwas wie "die guten Schwingungen wahrnehmen dürfen".
In der Kirche habe ich mich bisher engagiert, da ich in meinem Leben viele gläubige Menschen als echt liebende Menschen erleben durfte - sollte sich das allerdings umdrehen, täte ich mich mit der "Organisierten Kirche" sehr schwer.
Kirche hat für mich folgende Berechtigung - Wertschätzung, einander stärken, trösten, helfen und Hoffnung geben.
Berger Brigitte 01.04 2010
Die Kirche ist für mich nicht fehlerfrei, dennoch sehr kostbar. In ihr leben und arbeiten Menschen und Kirche sind bekanntlich ja wir alle, auch ich. Ich bin gefragt, meine Gaben und Talente einzubringen, meinen Glauben weiterzugeben und von der Hoffnung zu erzählen, die mich trägt. Soeben komme ich von der Gründonnerstagsliturgie nachhause. Welche Schätze doch in der Kirche zu finden sind!
Jesus Christus begegnet uns immer wieder neu, in seinem Wort und in seinen Sakramenten.
Auch ich bin empört und entsetzt über die Ereignisse in der katholischen Kirche. Wie konnte das passieren? Priester, Ordensleute, offizielle Vertreter der Kirche haben Kinder und Jugendliche missbraucht...wie viel Unheil wurde hier angerichtet? Worte reichen nicht aus, um mein Entsetzen und meine Scham darüber auszudrücken!!
Doch gleichzeitig habe ich Hoffnung. Gott liebt seine Kirche, und er hat Geduld mit uns, auch diese Schatten der Vergangenheit aufzuarbeiten.
Öffnen wir uns dafür!
Als aktives Mitglied dieser Kirche stimme ich ein in die Klage und in die Bitte um Vergebung, dass Gott die Wunden heilen möge,.......
Pichler Johann 01.04 2010
Meine Gattin und ich engagieren uns seit Jahren in der Kirche, weil wir meinen, dass wir damit den Mitmenschen dienen. Ein Kirche ohne ehrenamtliche Mitarbeiter ist nicht vorstellbar, sie wäre auch handlungsunfähig. Die ehrenamtlichen Laienmitarbeiter leisten nicht nur viel in der Kirche, sondern auch in Beruf und Familie. Sie stehen mitten im Leben. Vom Leben der Menschen und vom Evangelium sollten sich die Kirchenführer leiten lassen, wenn sie Entscheidungen treffen. Dies wünsche ich mir zum Wohle der Menschen für die Kirche der Zukunft.
Seidlmann Elisabeth 01.04 2010
Glaube ist für mich wichtig, weil er mir Halt und Kraft gibt in Situationen, wo ich keinen Weg mehr sehe und weil es gut tut dies in einer Gemeinschaft leben zu können. Ich engagiere mich in der Kirche, weil ich die Botschaft des Lebens, der Auferstehung vielen Menschen zugänglich machen will.
Gfreiner Joachim 01.04 2010
Die derzeitige Diskussion über die Missbrauchsfälle in der Kirche ist ohne Zweifel erschütternd.
Was mich dabei besonders nachdenklich macht ist der unglaubwürdige Umgang mit der Wahrhaftigkeit in der sogenannten Amtskirche.
Nach dem Motto es kann nicht sein, was nicht sein darf, wird in unserer Kirche die Wahrheit sehr oft verdrängt oder verschwiegen.
Dies betrifft nicht nur die jetzt mit Recht an die Öffentlichkeit gebrachten Missbrauchsfälle, sondern auch den Umgang mit anderen heiklen Situationen in der Kirche:
Ich denke da auch daran, dass Priester, die eine Beziehung zu einer Frau haben, sei die Beziehung auch wie immer geartet (Wirtschafterin bis hin zur Lebensgefährtin sogar mit (oft verleugneten) gemeinsamen Kindern), nur dann von der Amtskirche verstoßen werden, wenn sie sich in verantwortlicher Weise zu dieser Beziehung bekennen. Und dieses Bekenntnis hat bzw. hatte für viele Priesters die Konsequenz, dass ihnen oft die Möglichkeit verwehrt wurde, sich als „Laie“ in der Kirche weiter zu engagieren. Hier wird bzw. wurde Verantwortungsbewusstsein bestraft und Unwahrhaftigkeit geduldet! Letztlich um die „Bastion“ Pflichtzölibat zu halten.
Ich denke auch an die Anullierungsverfahren kirchlicher Ehen. Kann man mit kirchenrechtlichen Methoden die Gültigkeit eines Sakramentes, das sich letztlich die Partner gegenseitig schenken, objektiv beurteilen? Geht es da nicht oft eher um Rechtsprechung als um Wahrhaftigkeit?
Die von der Amtskirche vertretene Sexualmoral hat dazu geführt, dass sich die meisten Christen in diesen Fragen nicht mehr an die offiziellen kirchlichen Weisungen halten, nicht nur weil diese Weisungen gesellschaftlich nicht mehr haltbar sind, sondern weil die Amtskirche und damit das Lehramt selbst als nicht kompetent und als nicht wahrhaftig empfunden wird.
Der Geist der Wahrhaftigkeit und der Geschwisterlichkeit des Konzils gehört nachhaltig von der Basis eingefordert.

J. Gfreiner
Aichinger Josef 01.04 2010
Die Kirche ist für mich wichtig, weil mir viele Christinen und Christen in ihr auf glaubwürdige Weise Gott näher gebracht haben. Der Weg der Kirche ist in erster Linie nicht einfach der Mensch, diesen beschreiten andere Institutionen ebenso, sondern, der von/aus Christus her betrachtete Mensch d.h., der Maßstab des Umgangs mit dem Menschen ist Christi Sicht und Handeln vom und am Menschen. Aus diesem Blickwinkel beurteilen sich die vielen Bedürfnisse der Menschen, die heute kommen und morgen gehen und oft künstlich geweckt sind, anders. Denn Christus ist nicht gekommen, um auf all unsere Wünsche einzugehen, das würde uns schaden, sondern unser tiefstes Bedürfnis, immer mehr der zu werden, der wir in Gottes Augen sind, wahr werden zu lassen.
Fuchs Dominik 01.04 2010
Ich bin für eine Politik-freie Kirche und halte das Kammer- und Interessensvertretungs-System a la Katholische Aktion, Männerbewegung, Frauenbewegung etc. für völlig überholt. Die machen Politik, sonst nichts. Stärkung in Glaube, Hoffnung und Liebe ist nicht ihr Anliegen. Zur Freude am Herrn können sie nicht führen.
Grausam Reinhold 01.04 2010
Ich engagiere mich in der Kirche, weil ich vor allem an einen Gott des Lebens und einen Gott der Befreiung glaube. Ich denke nicht, dass der gute, der menschenfreundliche und lebensspendende Gott am Sonntag für eine Stunde in der Kirche eingesperrt ist. Nein, ganz im Gegenteil, er ist ständig um uns, ohne, dass wir es erahnen. In der Arbeitswelt, in den Familien und überall dort, wo der Geist Jesu weiter getragen wird.
Ich glaube, dass Gott nur durch uns Menschen Hände und Füße bekommt.
Ich denke, es braucht Menschen, die das Vergangene nicht vergessen.
Ich denke, es braucht Menschen, die sich der Gegenwart bewusst sind.
Ich denke, es braucht Menschen, die hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Daher engagiere ich mich in der Kirche, in der KA, in der KAB und der Betiebsseelsorge, weil ich dort viele Menschen erlebe, die diese Kriterien erfüllen und auch danach zuleben verstehen und so an einer menschenwürdigen Welt mitarbeiten und mitgestalten.
Pernkopf Herbert 01.04 2010
Über negative Berichterstattungen verstärkt zu reagieren ist offensichtlich in Österreich fast schon eine neue "Sportart" geworden. Ich finde, dass die positiven Dinge des Lebens in den Fordergrund gerückt gehören. So auch in der Diskussion "Missbrauchsfälle in der kath Kirche". Diese werden natürlich sorgfältig aufgeklärt, so hoffe ich. Aber das jahraus, jahrein GUTE was geleistet wird, tritt leider voll in den Hintergrund. Das sensationslüsterne Verhalten fast aller Medien ist erschreckend und abstoßend. Auch wird nicht das Engagement aller am Gesamtwohl beteiligten Personen gesehen, das gehört vor den Vorhang. Gutes tun, in vielschichtiger Art und Weise und nach div. Möglichkeiten, das macht die Leistung der Kirche im christlichen Glauben aus.
Roman Fröhlich, Präsident a. D. der KA St. Pölten 01.04 2010
Glaube an Gott gibt Halt, Zuversicht und Hoffnung. Diesen Glauben weiterzutragen, dafür ist für mich die auf Jesus begründete Kath. Kirche eingesetzt. Durch ihr Heilswirken bestärkt sie mich und vermittelt mir über die Sakramente direkte "Kontaktnahme" zu Gott.
Um so wichtiger ist, dass Kirche glaubwürdig ihrem Verkündigungsauftrag nachkommen kann.
In Krisen wie den derzeitigen ist es um so wichtiger, dass die Kirche in den Laien ein Sprachrohr hat, das unbehelligt von den derzeit öffentlich diskutierten pauschalen Vorwürfen gegen den Klerus als Glaubensverkünder agieren kann.
Die KA ist dafür ein besonders geeignetes Instrumentarium, die treu zum Glauben steht, aber sich in gesellschaftlichen und innerkirch-lichen Strukturfragen selbst dann zu Wort meldet, wenn dies nicht gern gesehen ist oder im Widerspruch zur offiziellen Linie steht.
Zu den derzeit medial breitgetretenen Vorwürfen von pädophilen und gewalttätigen Übergriffen gegen Kinder durch Priester:
Es ist zu unterscheiden zwischen pädophilen und gewalttätigen Übergriffen. Erstere sind straf- und kirchenrechtlich zu verfolgen, bei Gewalt ist die Intensität und der Zeitpunkt zu berück-sichtigen, denn Erziehungsmaßnahmen wurden vor 40 Jahren anders gesehen wie heute. Ich selbst habe Schläge von Lehrern, Ärzten, vom Lehrherrn und seinen Abteilungsleitern erhalten, von letzteren unter anderem wegen der Propagierung der Karfreitags-Gedenkminute, ich fühle mich aber keineswegs dadurch psychisch geschädigt.
Beide Delikte sind also voneinander zu trennen und auch unterschiedlich aufzuarbeiten.
Unterschieden wird leider auch nicht zwischen der Zahl der Opfer und der Zahl der Täter und wird durch den Begriff "Fälle" verwischt, obwohl klar sein sollte, dass sich ein Täter an mehreren Opfern vergangen hat.
Obwohl die Straftaten nicht unmittelbar mit dem Zölibat in Zusammenhang stehen, so doch indirekt, und das nicht unerheblich. Daher sollte dieser überdacht werden. Aufgrund der hierarchischen Ordnung können dazu die österr. Bischöfe nur sehr eingeschränkt beitragen, dennoch einige Anregungen:
Zölibat ja, aber ohne Koppelung mit Priesterweihe und/oder
Zölibat auf Zeit - denn nicht jeder begeisterte Jungpriester hält diese übernommene Verpflichtung auch ein Leben lang durch
Wieder-Amtszulassung von verheirateten geweihten Priestern
Darüber hinaus gibt es viele direkt oder indirekt mit dem Zölibat zusammenhängende Überlegungen, die hier den Rahmen ebenso sprengen würden wie eine ausführlichere Begründung.
Perner Alois 01.04 2010
Die KA wird nur dann eine starke Stimme des Gottesvolkes sein können, wenn sie von sich aus a) sich österreichweit Legitimation von der Kirchen-Basis holt (sprich: direkte Wahlen, entsendete Vertreter aus PGR/PKR) und b) sich (so weit als möglich) vom Eindruck befreit, bloß ein bestätigungsbedürftiger, verlängerter Arm der Hierarchie zu sein. Es müßte je eine solche Ebene für Diözesen und die BiKo geben.

Sogar ein erzdemokratischer Prinzipienreiter wie ich kann mir für eine erste Phase vorstellen, daß dies wie eine Art konstitutioneller Kirchenorganisation funktionieren sollte. Aber immerhin: es wäre eine Konstitution mit Einbezug der KB-Zahler und deren Angehörigen. So ähnlich hat seinerzeit der Kaiser gleich mehrere Krot'n auf einmal geschluckt, als er wohl oder übel das allgemeine Wahlrecht und in dessen Folge seine "k.k." Sozialdemokraten und ihre Aktivität akzeptieren mußte.
Ist zwar keine Revolution und wär gleichzeitig doch eine, weil man die Hierarchie am konsti-tutionellen Band'l hätte. Österreich könnte mit einem solchen System wieder einmal Vorreiter sein. Leitlinie muß, soweit's überhaupt was hergibt, das Konzil sein.
Wenn die Mißbrauchs-Geschichte nicht schon endgültig zuviel kaputt gemacht hat, könnte ich mir für die Diözesen westlich von Enns und Semmering ein Wieder-Erwachen der Milieus im rechten oberen Quadranten des Sinus-Modells vorstellen.
Aber die Bischöfe sind halt schon ein großer Unsicherheitsfaktor; letztes Endes müßten sie aber doch einsehen, daß sie ein solches Modell vor dem Absinken in die Bedeutungslosigkeit, ins finanzielle Chaos, ja der Verachtung des Volkes bewahren könnte. Der Aufbau einer Vertrauensbasis ist allemal eine mühsame Sache, wenn ihr Nutzen einsichtig ist, kann vieles erreicht werden.

Ich kenn das Schweizer System ganz gut. Es kann zwar gut die Geldkeule schwingen, aber Geld ist in der Kirche bei weitem doch nicht alles.
KANEDER Ferdinand 01.04 2010
Ein Kirchen-Relaunch ist überfällig. Ich finde es auch schade, dass in schwierigen Zeiten die KA wieder herhalten muss für die klerikalen Versäumnisse. Ich hoffe, dass gerade jetzt die Bischöfe sehen, wie wichtig die Frauen und Männer sind, die ehrenamtlich für die Kirche laufen. Deshalb sind mir die verbalen Schuldeingeständnisse suspekt, wenn nicht TÄTIGE Reue folgt, die darin besteht, die wunden Punkte in der Körpergestalt zu beseitigen (Frauenweihe ermöglichen; positive Sicht der Sexualität: synodale Kirchenverfassung konkret leben; die Getauften als Träger des Evangeliums sehen).
Berger Ing. Werner 01.04 2010
Ich kann in einer Institution nur etwas verändern, wenn ich ein Mitglied bin. Daher ist ein Austritt aus der Kirche für mich kein Thema, obwohl mir dieser Weg derzeit nicht leicht gemacht wird.
Ich wünsche dieser Aktion, dass sie Gehör findet. Gehör bei den "Würdenträgern" der Kirche ebenso, wie bei den politsch Verantwortlichen in Österreich.
Staltner-Kix Heidi 31.03 2010
Engagieren statt resignieren ist genau mein Motto in diesen Tagen. Ich freue mich über dieses Forum, das es uns ermöglicht einander Mut zu machen. Spätestens jetzt ist die Zeit gekommen, ernsthaft über Festgefahrenes in der Kirche zu diskutieren und auch zu handeln.
Kornfeind Branko 31.03 2010
Ohne Gott, ohne Christus leben wir im Erklärungsnotstand. Wie die wesentlichen Fragen des Lebens beantworten? Natürlich ist es schrecklich und unvorstellbar, was da alles passiert ist. Doch sind wir Christen der Welt schuldig, die Botschaft Jesu, Gottes zu verkünden: die Botschaft des Verzeihens und des Neuanfangs, die Botschaft der Vergebung und des Händereichens, die Botschaft des Miteinander, ... Wir sind die Bibel, die heute gelesen wird.
POSCHER Catherine 31.03 2010
Viele Glaubenserfahrungen wurden mir geschenkt. Der Herr ist die Quelle meines Lebens. Bei Ihm finde ich Kraft, Zuversicht, Friede und Freude. Sein Wort ist mir eine tägliche Nahrung.
Ich gebe gerne weiter, was ich so empfangen habe.

Kirche sind wir, alle Christen. Es ist verständlich, dass es in der Kirche neben den vielen Schätzen auch Not gibt. Sexueller Missbrauch, Pädophilie, auch geistlicher Missbrauch, d.h. Druck auf das Gewissen (zB durch geistliche Autoritäten), sind furchtbar. Da muss Grundlegendes geschehen! Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass sexueller Missbrauch viel mehr in den Familien vorkommt. Viel zu viele Menschen sind krank und brauchen Therapie und Heilung.

Somit besteht für mich kein Grund aus der Kirche auszutreten, sondern im Gegenteil, werde ich weiterhin meinen Dienst an den Menschen tun.
Rijs Walter 31.03 2010
Eines der letzten Einkehrwochenenden in dieser Fastenzeit hatte zum Thema: Würdevoller Umgang, Respekt und Achtung im Umgang mit unseren Mitmenschen! Wir entdeckten, das hat etwas mit „Spiritualität“ zu tun, welche geistige Haltung (Einstellung) habe ich? "Miteinander reden lernen"- zuhören lernen-, aber auch der "Kirche" lehren mit dem "Volk" zu reden.
Ein weiterer Einkehrtag beschäftigte sich mit „burn out“ in unserer Gesellschaft und unseren Einrichtungen. Dabei entdeckte ich, dass es da einen Zusammenhang gibt, der uns „ausbrennen“ lässt anstatt loderndes Feuer zu entfachen! Es ist die Art wie wir uns begegnen, oft nur aneinander vorbei kommen; Respekt, Achtung leben (auch vor uns selbst) und spürbar machen! Das müsste der Geist (die Spiritualität) sein, die wir uns vom Auferstanden erhoffen dürfen!
Auferstehung – ein neuer Beginn – auch zu diesem Osterfest, dass ist meine Hoffnung und mein Grund "miteinander reden zu lernen" und sich „engagieren – statt – resignieren“! Dabei dürfen wir alle jene nicht vergessen, welche unverdrossen und ohne Tadel im Bildungs-und Erziehungssektor, die nächsten Generationen – unsere Kinder – auf ihr Leben und das Gestalten unserer Gesellschaft vorbereiten.
Etl Maria 31.03 2010
Die Katholische Aktion als starke Stimme der Laien in der Kirche ist wichtig, weil sie sich jeweils neu den aktuellen Fragen der Zeit stellt und darauf Antworten sucht. Die KA begleitet Menschen in Arbeits-, Lebens- und Glaubensfragen, vermittelt ihnen die Botschaft Jesu Christi mit der Hoffnung, dass die Menschen diese Botschaft als Grundlage und Wert ihres Lebens erkennen und dadurch zur Veränderung der Welt beitragen.
Kopetzky Georg 31.03 2010
Mir ist meine Kirche wichtig. Ich sehe sie als eine Einrichtung, die Christus geschaffen hat, um ihn hier und heute nachzufolgen.
Meine ehrenamtliche Mitarbeit ist geprägt durch den Geist und die Aussagen des 2. Vatikanums.

Ein heute nicht mehr zeitgemäßer und auch heute nicht notwendiger Klerikalismus beginnt zu zerbröseln. Das freut mich und ich glaube und hoffe, dass dabei der Heilige Geist im Spiel ist.

Es ist eine Gnade zu glauben, dass es für uns alle ein Ostern gibt und es ist für mich auch schöner in dieser Welt als Christ und Mitglied unserer Kirche zu leben.

Die Katholische Aktion - in Österreich - war in den letzten 50 Jahren eine sehr erfolgreiche und segensreiche Gemeinschaft aktiver Menschen unserer Kirche und ich wünsche ihr, dass sie sich aus der hierarchischen Abhängigkeit befreit und auch finanziell auf eigene Füsse stellt.
Anstatt immer wieder zu diskutieren, was die Bischöfe von uns wollen, müssen wir uns darauf konzentrieren, was die Menschen in unserem Land von uns brauchen.
Schwertkopf Christoph 31.03 2010
Christ bin ich wegen Christus (nicht wegen Papst, Bischöfen, Priestern.....). Daher trete ich nicht aus, obwohl mir einiges in/an der Kirche nicht gefällt. Leider wird - bei aller sicher auch berechtigten Kritik - allzuoft und -leicht das viele Gute, dass durch Kirche geschieht, übersehen. Daher gefällt mir das Motto dieser Homepage "engagieren statt resignieren" gut.
Greinert Walter 31.03 2010
Ich verstehe mich als aktiven Teil der katholischen Kirche, die in der österreichischen und europäischen Gesellschaft eine prägende Rolle in der Vergangenheit gespielt hat und in der Gegenwart weiterhin ihre spirituelle und moralische
Kraft unter Wahrung der Trennung von Kirche und Staat wirken lassen soll. Mein Glauben an die Botschaft Jesu kann nicht einfach durch Fehler einzelner erschüttert werden, denn er ist Teil und Bereicherung meines persönlichen Lebens. Die Forderungen der Katholischen Aktion unterstütze ich, weil die KAÖ als größte katholische Laienorganisation die Hoffnungen und Reformen des II. Vatikanischen Konzils wachhalten will - die Kirche soll im Sinne des Evangeliums wachsn und nicht schrumpfen
Dialog für Kremsmünster 31.03 2010
Unser aktuelles ENGAGEMENT in der r.k. Kirche gilt der Aufklärung der strukturellen Zusammenhänge hinter den Missbrauchsfällen im Fall des Stiftes Kremsmünster. Ziel ist die Aufarbeitung, Dokumentation und Öffentlichungmachung des Geschehenen. Am Schluss sollen konkrete Maßnahmen des Gedenkens und der Prävention stehen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dies - trotz Widerstand mancher (die froh wären, wenn jetzt alles einschläft) - schaffen können! Statt zu resignieren, bitte über www.dialog-fuer-kremsmuenster.at unterstützen.
Kaup, Mag. Johannes 31.03 2010
Die Kirche - als Gemeinschaft aller Gläubigen - ist eine weltumspannende Gemeinschaft, die an die Zugehörigkeit von Mensch und Gott erinnert, die die Verantwortung von Menschen füreinander und für die Welt im Ganzen einmahnt und die in exemplarischen Personen und Gemeinschaften solidarisch und befreiend handelt.
Die Kirche als Institution steht vor der großen Aufgabe, die Suchenden, Zweifelnden und Enttäuschten in ihren Sorgen und Nöten wahr und ernst zu nehmen. Sie muss deshalb ihre in Jahrhunderten gewachsene Organisationsform und ihre Lehre selbstkritisch prüfen und sich im Vertrauen auf Gott einem fundamentalen Wandlungsprozess unterziehen, wenn sie im 3.Jahrtausend ein authentisches Beispiel für das gelebte Evangelium Jesu sein will.
Altmann Herbert 31.03 2010
Glaube ist für mich wichtig, weil er die Kraftquelle für alle notwendigen Veränderungen ist:
+ Aufhebung der künstlichen Trennung von Klerus und Laien
+ Öffnung aller kirchlichen Ämter für Frauen
+ Synodal-demokratische Entscheidungsstrukturen von der Weltkirche bis zur Pfarrgemeinde
+ sich an den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft orientieren
+ Schöpfungs- und Zukunftsorientierte Schwerpunkte
+ endlich handeln, statt endloser Pseudodebatten
+ sich immer wieder auf die Kernbotschaften der Hl. Schriften besinnen.
+ mit allen Menschen guten Willens partnerschaftlich zusammenarbeiten
+ lebensfreundliche und realitätsnahe Moral/Ethik
Lorenz Christian 31.03 2010
Kirche ist wichtig, weil sie den christlichen Glauben lebendig hält und für eine Hoffnung und Liebe über Tod und Scheitern hinaus einsteht, die die Welt und Gesellschaft nicht geben kann.
Ganser Robert 31.03 2010
"Ecclesia semper reformanda" - die Kirche als Glaubensgemeinschaft, als Institution, die sich immer wieder erneuert und vor allem erneuern will, die sich selber bewegt und andere bewegen kann - so erlebe ich (katholische) Kirche am liebsten. Und ohne jammern zu wollen: Lieber öfter als zu selten. Tradition ist wichtig und unverzichtbar, Entwicklung aber auch. Strukturen sind es ebenfalls, sollen aber eher für Leben stehen als für Stillstand. Die Werte unseres Glaubens sind zeitlos gültig, die Formen des Verkündigungsdienstes allerdings der Zeit unterworfen. Das zu sehen und danach zu handeln zu versuchen ist mir wichtig als Glied der Kirche, sei es im Beruf oder privat.
Außerwöger Helmut 31.03 2010
Ich engagiere mich in der Kirche, weil ich darauf vertraue, dass in diesem Haufen Asche, die Glut des Evangeliums zu finden ist.
Riccabona Markus Michael 31.03 2010
Die Kirche ist der mystische Leib Jesu Christi. Wer gegen die Kirche ist, ist gegen Jesus.
In dieser Zeit ist es wichtig, treu zu Kirche und Papst zu stehen und sich nicht an innerkirchlichen Feldzügen zu beteiligen!
Eder Martin 31.03 2010
Kirche ist wichtig, weil sie ein lebendiges Zeugnis für das Evangelium sein muss. Kirche ist natürlich mehr als die sog. Amtskirche. Aber auch eine Amtskirche mit Strukturen und einer Hierarchie benötigen wir; denn ohne diese funktioniert es nicht. Die Frage ist aber, wie wird mit diesen Strukturen und der Hierarchie umgegangen?
Pausackerl Manfred 31.03 2010
Kirche ist für mich wichtig, weil ich ein Teil dieser Kirche bin und mein Weg zu und mit Gott über diese Kirche führt. Der Hl. Geist leitet diese Kirche und deshalb gibt es auch keinen Stillstand. Dieser Weg ist aber auch ein Kreuzweg auf dem wir fallen können, doch muß ich wie Jesus wieder aufstehen und weitergehen. Am Ende diese Weges mit Jesus glaube ich an die Auferstehung. Das ist die wichtigste Aufgabe der Kirche, den Menschen den Weg zu Jesus zu zeigen und auch ein Stück weit zu begleiten.
Gaßmann Michael 31.03 2010
Ich engagiere mich in der und für die Kirche, weil sie letztendlich mehr ist als nur Strukturen, Hierarchien. Kirche ist Jesus Christus selber und alle Menschen die seinem Weg der Gottes- und Nächstenliebe folgen wollen. Die Kirche ist Heilig weil sie Jesus Christus ist und doch zugleich Unheilig weil sie von uns Menschen gelebt und gestaltet wird. Wir erleben derzeit einen Karfreitag in der Kirche durch unsere eigene Schuld. Einerseits Schuld der Amtsträger weil sie nicht dienen sondern "herrschen" und durch uns weil wir zuwenig von dieser frohen Botschaft der Erlösung in der Welt ausstrahlen.
Wir streiten lieben, statt den Menschen die Liebe und Barmherzigkeit Gotts zu verkünden.
Die Sünde geht durch jedes Herz. "Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein"
oder "Die Wahrheit wird Euch frei machen"
Für mich wirkt der Hl. Geist, der alles aufdecken will damit wir wieder wahrhaft Kirche werden. Ohne Lug und Trug, ohne Macht und Gewalt sondern im Vertrauen allein auf Gott und dem Hl. Geist. Der Herr ist auferstanen, Er ist wahrhaft auferstanden.
Seiner Heimo 31.03 2010
"miteinalnder reden lernen" war eine Aktion (und eine ORF-Reihe) die im Zuge des Aufbruches im Anschluss an das II Vatikanische Konzil Menschen lehren sollte, wertschätzende miteinander umzugehen. Aber auch der "Kirche" lehren sollte mit dem "Volk" zu reden und es damit zum "Kirchenvolk", werden zu lassen. Mittlerweile ist davon nur mehr selten die Rede, leider auch nicht vom frischen Wind der durch die damals neu geöffneten Fenster den Kirchenraum durchdringen konnte.
Jetzt ist der Zeitpunkt da, sich wieder genau darauf zu besinnen! Reden wir miteinander! Machen wir die Kirchenfenster weit auf, lassen wir frische Luft herein, die braucht die Kirche - und sie hält sie auch ganz sicher aus, ohne sich gleich am ersten Luftzug eine ernst Erkrankung zuzuziehen - die Gefahr ist bei schlechter Luft viel größer!
Katzenbeihser Brigitte 31.03 2010
Wenn jeder Christ das tun und halten würde, was er weiß, dann würde der Leib Christi sich anders darstellen. Aber: ich erkenne seit Jahrzehnten, dass die Vermittlung der christlichen Grundexistenz fehlt. Liebe braucht eine Basis, von der sie Maß und Gewicht nehmen kann. Diese Basis sind gelebte Tugenden, ich nenne sie lieber "Fähigkeiten zur Erhaltung des Friedens". Diese Basis beschert ein inneres Rückgrat, kraft dessen man - mit Hilfe der Gnade - Versuchungen widerstehen und Schwierigkeiten meistern kann. Übung macht den Meister, aus nichts wird nichts. Wo aber die Unterweisung fehlt, kann man nicht zu üben beginnen. Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen sich nun endlich den Grundnotwendigkeiten in der Verkündigung zuwenden.
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Kilian Elmar 30.04 2010
Wer bietet in der Kirche noch Heimat? Dies bietet die KA mit ihren Bewegungen und Organisationen. Hier kann Kirche mitgestaltet werden. In einer Art, die auch "normale" Christen vertreten können. Ich will mit dabei sein! Früher war mir die Vertretung der Männer in der Kirche egal. Jetzt muss hier was geschehen - daher sich engagieren, wo es möglich ist!

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