Sonntag 17. Dezember 2017

Inhalt:

Franz Küberl

Caritas-Präsident

Große Krisen bieten die Chance zu wichtigen notwendigen Veränderungen. Die Missbrauchskrise muss gründlichst bearbeitet werden. Damit so etwas nie wieder passieren kann. Aber. Es wird nicht reichen. Sondern es ist zu fragen: Ist die Kirche gut für die Zukunft gerüstet? Kann sie den Menschen von heute und morgen die Botschaft Jesu Christi wirklich nahe bringen? Oder ist sie nicht in veralteten (Denk) Strukturen gefangen? Jesus hat viele Tabus seiner Zeit hinterfragt, aufgebrochen und zu ungewöhnlichen neuen Wegen aufgefordert. Was würde er heute machen? Er würde wohl die besten Frauen und Männer um sich scharen, um den Menschen beizustehen, um das Wunderbare des Glaubens aus den Kirchengemäuern raus und in die Herzen der Menschen rein zu bringen. An die Arbeit.

Emil Brix

Österreichischer Botschafter in London

"Kirche ist in der Gesellschaft wichtig, weil sie seit ihrer Gründung völlig unverändert den Auftrag hat eine gerechte und zivile Gesellschaft zu schaffen, und damit in dieser Welt und darüber hinaus jedem Einzelnen Hoffnung gibt. Um dies zu erreichen muß sie in der Zeit stehen und in ihrem Verhalten in jeder Hinsicht glaubwürdig sein, aus Fehlern lernen und Fortschritt mit seinen Chancen für Menschen wollen."

Erhard Busek

Präsident des "Forum Alpbach"

"Für mich ist Kirche wichtig, weil man Werte nicht auf Plakaten einfordern kann, wenn man keine hat. Der Glaube und die Gemeinschaft der Christen sind ein unverzichtbares Angebot an die Menschen und die Welt!"

Luitgard Derschmidt

Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich

Kirche ist mir wichtig, weil eine Welt ohne Religion und christliche Spiritualität ärmer und kälter wäre, und weil der Glaube für mein persönliches Leben wichtig ist. In der Katholischen Aktion engagiere ich mich, um das Evangelium umzusetzen und weil für mich die Laien durch Jesus Christus selbst berufen Kirche gestalten müssen.

Christian Ehetreiber

GF-Obmann der überparteilichen ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus

Die Kirche ist für die Gesellschaft wichtig, weil sie ein Ort der gelebten Solidarität ist: Vinzenzgemeinschaft, Caritas, Pfarren, Katholische Aktion und Dreikönigsaktion. Einige Punkte sind aber ein Dorn im Auge. Dazu gehört die vorenthaltene Gleichberechtigung der Frauen, die Unfehlbarkeit des Heiligen Vaters oder die sexuellen Missbrauchsfälle durch einzelne Priester. Die Generalisierung von strafrechtlichen Taten zu Pauschalverurteilungen der gesamten Kirche will diese jedoch insgesamt in Frage stellen. Diesen neuen Pharisäern gilt der Widerspruch als mutige Christen, die Ahndung der Missbrauchsfälle und die Fortsetzung des ökumenischen Projekts "Nächstenliebe".

Monika Franta

Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf Niederösterreich

In einer Gesellschaft der Zukunft wird Kirche ihren Platz neu finden müssen. Die Mittel der Vergangenheit werden nicht ausreichen, um die Herausforderung der Zukunft zu bewältigen. Es braucht weniger Ideologen sondern begeisterte, beherzte, glaubwürdige, authentische Menschen, die Verantwortung leben. Mit solchen Menschen in der  Katholischen Aktion sehe ich eine Chance,  längst überfällige Entwicklungsschritte der Kirche entschieden voranzutreiben. Deshalb halte ich die Katholische Aktion für wichtig und weil sie die gesellschaftliche Wirkkraft verstärken kann, wenn sie auch mit nichtchristlichen spirituellen und humanitären Kräften kooperiert.

Christian Friesl

Industriellenvereinigung, Bereichsleiter Gesellschaftspolitik
Die Kirche der Zukunft wird sich weniger wichtig nehmen: Sie ist für das Christentum da und nicht umgekehrt.
Die Katholische Aktion ist die moderne christliche Stimme der Gerechtigkeit.
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Mein Beitrag (Zufallsanzeige):

Rijs Walter 31.03 2010
Eines der letzten Einkehrwochenenden in dieser Fastenzeit hatte zum Thema: Würdevoller Umgang, Respekt und Achtung im Umgang mit unseren Mitmenschen! Wir entdeckten, das hat etwas mit „Spiritualität“ zu tun, welche geistige Haltung (Einstellung) habe ich? "Miteinander reden lernen"- zuhören lernen-, aber auch der "Kirche" lehren mit dem "Volk" zu reden.
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